Liebe Leserinnen und Leser des Blogs!

Noch einmal herzlich willkommen auf meiner Seite. Ich hoffe, es geht euch gut. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr neue Erfahrungen macht man. Auf meiner Arbeitsstelle ist alles in Ordnung. Aber: Draußen wird es wird immer kälter und der erste Schnee taucht auf. Bald wird der Winter kommen. In den letzten Tagen habe ich neue Dinge unternommen und ich freue mich, sie mit euch zu teilen.  

Vortrag über Togo

Die Norddeutsche Mission unterstützt Entwicklungsprojekte in Ghana und in Togo, insbesondere in ihrer togoischen Mitgliedskirche, der EEPT. Zu diesem Zweck war ich kürzlich mit meiner Arbeitskollegin Manuela in der St. Magnus Gemeinde in Bremen Nord, um einen Vortrag über Togo zu halten. Das Thema war: „Eine andere Welt – Eine gemeinsame“. Es war ein sehr schöner Nachmittag, den ich mit den Teilnehmenden verbrachte. Anhand von Bildern berichtete Manuela von ihrer Projektreise nach Togo und zählte die aktuellen Möglichkeiten und Chancen in Togo und Ghana auf. Im Anschluss daran hatte ich die Gelegenheit, über mich zu erzählen und die Fragen der Gäste zu beantworten.

Netzwerkwochenende

Um die Arbeit der NM zu stärken und den Austausch zwischen aktuellen und ehemaligen Freiwilligen zu ermöglichen, wird jedes Jahr ein Treffen namens „Netzwerk junger Erwachsener“ organisiert. Dieses Jahr fand es vom 12. bis 14. November in der Geschäftsstelle der Norddeutschen Mission in Bremen statt. An dem Seminar nahmen alle derzeitigen Freiwilligen der Norddeutschen Mission: Princess, Jean-Luc, Harry, Toussaint, Daniel, Sefako, drei ehemalige Nord-Süd Freiwillige: Maria, Katharina, Sara, die Generalsekretärin Heike Jakubeit und die Bildungsreferentin Frederike teil. Bei dem Seminar gab es einen Workshop über Nachhaltigkeit, den Frederike leitete. Wir machten uns Gedanken darüber, wie wir die nächsten Treffen in diesem Rahmen planen könnten und welche Zukunftsperspektiven wir als Netzwerk haben. Außerdem haben wir zusammen gesungen und Spaß gehabt.

Es gab eine Überraschung für uns, und zwar das Schlittschuhlaufen. Wir waren in der Eislaufhalle, um diesen Sport auszuprobieren. Es war für alle Freiwilligen als Selbsterfahrung neu – und wir fielen natürlich mehrere Male hin.

Am Tag nach dem Netzwerkwochenende nahmen wir an einem Radioworkshop teil, bei dem wir uns mit einem Tonschneideprogramm, nämlich Audacity, vertraut machten. Am Ende des Workshops hatten wir die Gelegenheit, einen Radiobeitrag zu erstellen, der auf FFN übertragen wurde. Die Anbieter des Workshops waren die Beauftragten des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen-Bremen GmbH (ekn). Es war eine großartige Lernerfahrung und hat viel Spaß gemacht.

Das Jahr nähert sich dem Ende und die Weihnachtsfeiertage stehen bereits vor der Tür. Wie üblich gehen dem Weihnachtsfest bestimmte Ereignisse voraus, unter anderem die vier Adventssonntage. Dies ist eine entscheidende Zeit der Vorbereitung auf die Feierlichkeiten zum Gedenken an den Geburtstag unseres Herrn Jesus Christus. Daneben gibt es auch Weihnachtsmärkte und all dies gehört zu den Weihnachtsbräuchen.

An einem Weihnachtsmarkt habe ich auch mit Princess und Manuela teilgenommen, bei dem auch die Norddeutsche Mission einen Stand hatte. Wir haben verschiedene Taschen aus Ghana und Togo, Bücher und T-Shirts verkauft.

Bisher habe ich Weihnachten in Togo gefeiert und es war auf jeden Fall eine tolle Zeit. Im Vergleich zu den Bräuchen hier in Deutschland ist die Vorweihnachtszeit bei mir zuhause natürlich einerseits durch die Adventssonntage, das Schmücken von öffentlichen Plätzen, Häusern und Kirchen gekennzeichnet – wie es auch hier in Deutschland üblich ist – andererseits aber auch durch das Entwerfen neuer Kleidungsstücke für das Fest und die Geschenke, vor allem für die Kinder, charakterisiert. In fast allen Gemeinden der Kirche werden Spiele(Krippenspiele), kleine Theaterstücke und Choreographien einstudiert. In dieser Zeit hat jedes Kind die Möglichkeit, an den verschiedenen vorweihnachtlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Außerdem werden die Bibelverse aus dem Lukas-Evangelium auswendig gelernt und am Heiligenabend nacheinander vorgetragen.

Es ist immer wieder beeindruckend, in einer fremden Welt zu sein, und in ihr auch Ähnlichkeiten zu finden, besonders jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit. Mich haben unter anderem die Adventslieder berührt, die auch im Gesangbuch meiner Kirche, der EEPT, zu finden sind. Zu diesen Liedern gehören: Macht hoch die Tür, Wie soll ich dich empfangen, Tochter Zion, … usw. 

Seit einigen Wochen nehme ich mit einer Gruppe von Konfis an einem Krippenspiel teil, bei dem die Konfis nicht nur das Spiel einüben, sondern auch aktiv an der Gestaltung des Krippenspiels teilhaben, indem sie ihre Ideen einbringen, wie man die Botschaft vom Evangelium Jesu Christi und der Liebe Gottes zur Menschheit durch das Senden seines einzigen Sohnes durch dieses Krippenspiel vermitteln kann. Das ist wirklich eine gute Sache. Was mich dabei am meisten beeindruckt, ist die Strategie und die Zeit, die die Leiterinnen investieren, um ihr Bestes für die Konfis zu geben.

Eine andere Sache ist die Geduld und das gute Herz der Leiterinnen. Trotz der Launen einiger Konfis gelingt es ihnen, geschickt mit ihnen umzugehen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht, seine Meinung zu sagen, ist von größter Bedeutung. Manchmal wundere ich mich im Alltagsleben über die Reaktionen von Kindern und Jugendlichen gegenüber den älteren Personen. Aber, ich bin zum Schluss gekommen, dass dies eine Gewohnheit ist, die Kinder und Jugendliche von klein auf angenommen haben. Das spiegelt sich nun einfach in ihren Gewohnheiten wider. 

Woanders, zum Beispiel in Togo, würde man von Unhöflichkeit sprechen, aber ich denke, es kommt darauf an. Die freie Meinungsäußerung – ich denke, das ist auch ein Teil der Kultur. Wenn also alle Bedingungen erfüllt sind, um junge Menschen angemessen zu erziehen, glaube ich, dass auf diese Weise die Möglichkeit besteht, durch solche Bildungsarbeit auch gegen bestimmte gesellschaftliche Übel – wie Diskriminierung jeglicher Art und Rassismus – anzukämpfen. So wie das Kind weiß, dass es das Recht hat, sich zu behaupten, so weiß es auch, dass die Würde des Menschen unantastbar ist; alle Menschen sind gleich, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft etc. 

Alles in allem ist es für mich Vieles nach wie vor eine gute Lernerfahrung, weshalb es sich gelohnt hat, an diesem Freiwilligenprogramm teilzunehmen. Ich hoffe, euch bald wiederzusehen und wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest! Und bis wir uns wiedersehen bleibt bitte gesund.

Euer Hermann

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