Ende eines wunderbaren Seminars

Die Woche mit den Freiwilligen war so einnehmend und spannend, dass wir kaum noch zum Schreiben gekommen sind.
Wir hatten eine wunderschöne und interessant Zeit gemeinsam. Wir haben viel von einander gelernt und hoffen, dass die Freiwilligen mit guten und hilfreichen Anregungen für die zweite Hälfte ihres Freiwilligenjahres bzw. für die letzen Vorbereitungen vor ihrer Ausreise nach Deutschland wieder auseinander gegangen sind. Für uns alle liegt in den kommenden Monaten eine ereignisreiche Zeit vor uns. Wir vertrauen darauf, dass alle auf diesen Wegen stets von Gott behütet sind.

Einige unserer Highlights der vergangenen Tage:

Besuch bei dem Entwicklungsprojekt von COPFEDES in dem Dorf Sofie

Einfach gemeinsam auf dem Weg sein

Das regelmäßige Deutsch lernen in den frühen Nachmittagsstunden mit der Unterstützung der deutschen Freiwilligen, damit die während des Seminars verpassten Stunden der Deutschkurse am Goethe Institut in Accra und Lomé ausgeglichen werden

Start mit den Süd-Nord Freiwilligen

Nachdem die zukünftigen Süd-Nord Freiwilligen aus Ghana und Togo gestern in Kpalime angekommen sind, hat heute auch ihr Programm zur Vorbereitung auf ihren einjährigen Freiwilligendienst in Deutschland begonnen. So wurde heute über Erwartungen gesprochen und vieles über das Weltwärts Programm gelernt.
Mit einer gemeinsamen Spielrunde mit den Freiwilligen aus allen drei Ländern ist der Tag mit viel Lachen ausgeklungen.

Guter Start des Seminars in Kpalimé.

Schon am Sonntag sind auch die deutschen Freiwilligen aus Ghana gemeinsam mit ihrem Mentor Eric Gle in Kpalimé angekommen.
Vormittags haben wir zunächst ein wenig von der Stadt gesehen: SIM Karten und Geld organisiert und das Kunsthandwerkszentrum besucht. Nachmittags und abends hat dann das Programm begonnen mit dem gegenseitigen Vorstellen der Einsatzstellen in Notse und Ho.
Am gestrigen Dienstag waren dann vor allem Übungen zur interkulturellen Kommunikation und Fragen des Umgangs mit hiesigen Freundschaften und Beziehungen zur Familie und Freunden in Deutschland auf der Tagesordnung.
Am Nachmittag und Abend ist dann die Gruppe weiter gewachsen, als die togoischen und ghanaischen Freiwilligen dazu gekommen sind. Nun sind wir eine Gruppe von 19 Personen, in der vier Sprachen, Deutsch, Englisch, Französisch und Ewe gesprochen wird.

Projektbesuch in Kame

Heute waren wir, die Freiwilligen Hanna und Laura, das Team von CEPRODED sowie Anneke, Jean und Hannes in Kame, wo wir die praktische Seite des Dorfentwicklungsprogrammes kennengelernt haben. In dem Gemeinschaftshaus des Projektes, das auch dem Dorf als Versammlungsraum dient waren vor allem viele Kinder, Frauen und einige Männer versammelt. Die Begegnung beginnt formell mit einer ausführlichen Begrüßung aus der wir erfahren, dass es eine Frauenselbsthilfegruppe, ein Alphabetisierungsteam und die Gruppe „Kinder für Kinder“ gibt, die in ehrenamtlicher Arbeit das Projekt tragen. Die Kinder treffen sich 2 Mal die Wochen und lernen mit Liedern, Spielen und Sketchen Themen für eine gelungene kindliche Entwicklung: Fragen der Gesundheit und Hygiene, Streitschlichtung und ein guter Umgang mit der Umwelt, wie z.B. Bäume gepflanzt und gepflegt werden.
Interessant war der Beitrag der Frauen, die unterstrichen, dass die Gemeinschaft und die gegenseitige Hilfe, sowie auch die ganz praktischen Dinge, wie ein verbesserter Ofen oder gesunde Ernährung, dazu beitragen ihr Leben zu verbessern.
Sehr anregend war das Gespräch, was aus ihrer Perspektive ein gutes Leben ausmacht: Als wichtigstes wurden zunächst ganz elementare Dinge, wie ausreichend und genug zu Essen und Zugang zu sauberem Wasser genannt. Letzteres ist in der sehr trockenen Gegend mit felsigem Untergrund eines der größten Probleme. Die von CEPRODED gegrabenen 3 Brunnen und weiteren zwei gebohrten Tiefbrunnen reichen bei weitem nicht für die 7000 Einwohner von Kame. Auch die Kinder hatten ihre Vorstellung vom guten Leben: ausreichend Schulhefte und Bücher zu Beginn des Schuljahres, Elektrizität, damit sie auch abends lernen können, Unterstützung für den Schulbesuch und eines Tages auch ein Fahrrad!
Alles in allem ein eindrücklicher Besuch, der uns ein wenig die dörfliche Situation des Lebens in Togo nahe gebracht hat.
Zurück in Notse haben wir noch eine große Gesprächsrunde mit den Freiwilligen und allen an dem Programm Beteiligten gehabt.