Jetzt wird’s so ein bisschen holprig..

Wie vielleicht schon am Titel zu erkennen ist, fällt mir dieser Blog-Post deutlich schwerer als der Erste. Deshalb möchte ich nochmal besonders darauf hinweisen, dass dies hier nur meine eigene, von wahrscheinlich hunderten kleinen Missverständnissen verzerrte Perspektive ist. Also spiegelt dieser Artikel in keinem Fall das Leben in Ghana, oder gar in Afrika wieder und beschreibt kein “typisches” Verhalten bei den Menschen, die ich in meinem Alltag treffe.


Die größte Veränderung, mit der ich seit meinem letzten Post zu kämpfen habe, ist der Abbruch meiner Mitfreiwilligen Antonia. Sie hat sich aus persönlichen Gründen entschieden, nach Deutschland zurückzukehren, weshalb ich seit zwei Wochen alleine in dem uns zugewiesenen, schon für zwei Personen zu großen Haus lebe. Diese Gegebenheit bereitet mir auch schon fast die meisten Schwierigkeiten: Da meine Vorliebe für Hausarbeit sich in Grenzen hält (was leider auch auf den Wasservorrat meiner letzten zwei Wochen zutrifft), treibt es mich fast in den Wahnsinn, wenigstens ein bisschen Ordnung und saubere Wäsche beizubehalten. Derzeit ist es leider nicht möglich, mich in ein anderes Quartier einzulagern. Ich habe aber ein anderes Zimmer im Haus bezogen, um die zu wischende Bodenfläche so gering wie möglich zu halten. Zwar gibt es auch die Möglichkeit, dass eine Mitbewohnerin bei mir einzieht oder mir die Wäsche oder das Kochen abgenommen wird, zum einen brauche ich manchmal aber einen Rückzugsort, an dem ich alleine abschalten kann, zum anderen möchte ich nicht mehr Hilfe beanspruchen, als ich es in Deutschland tun würde.
Was mich aber mehr belastet hat, war das Gefühl, mit Antonia die Person zu verlieren, mit der ich nach der Arbeit ganz entspannt Deutsch sprechen und die meine Lage am ehesten nachvollziehen kann. Gleichzeitig ist sie in den drei gemeinsamen Wochen zu einer viel engeren Freundin geworden, als ich es mir am Anfang des FSJs vorstellen konnte. 

Dann plötzlich alleine zu sein und alles im Haus selbst reißen zu müssen, hat mich erstmal überfordert. In den ersten Tagen nach ihrer Abreise ging es mir ziemlich schlecht und ich hatte Schwierigkeiten, mich meinem Mentor oder meiner Vorgesetzten Eyram anzuvertrauen. Eigentlich sind diese beiden meine erste Anlaufstelle, wenn ich Probleme habe. Noch bevor Antonia geflogen ist, wurde ich jedoch schon manchmal gelobt, wenn ich meine Gefühle unterdrückt habe, was mich sehr verunsichert hat. Ich hatte den Eindruck, dass ich als “stark” gesehen werde wenn ich meine Emotionen unterdrücke und dieses dieses Verhalten von meinem Umfeld erwünscht wird. Für mich bedeutet dieser Umgang mit negativen Gedanken aber hauptsächlich Stress, da durch das Verdrängen von Gefühlen gleichzeitig auch oft die Lösung des eigentlichen Problems in den Hintergrund gestellt wird. Deshalb ist es für mich eher ein Warnsignal, wenn ich längere Zeit nicht geweint habe, weil es zeigt, dass ich mich in einem Umfeld befinde, in dem ich nicht ehrlich zeigen kann, wie es mir geht.
In langen Gesprächen mit Reverend Dela und Eyram haben wir uns darüber ausgetauscht, wie wir mit negativen Emotionen umgehen. Dadurch habe ich mehr Verständnis für bestimmte Kommentare oder Verhaltensweisen einiger meiner ghanaischen Freunde erlangt, anders herum aber auch mehr Verständnis für meinen persönlichen Umgang mit Krisen geschaffen. Letztendlich habe ich es dadurch relativ schnell aus meiner kleinen Krise heraus geschafft, wünschte mir aber, diese Unterhaltungen schon mindestens eine Woche vorher geführt zu haben.

Im letzten Post habe ich mich noch um die Arbeitssituation gesorgt. Mittlerweile merke ich, dass ich eigentlich immer was zu tun habe oder finde, auch wenn ich meistens nur beobachte. Das Thema Nachhaltigkeit und Entwicklung bzw. Umgang und Überwindung von neokolonialistischen Ausbeutungsstrukturen hat mich zwar interessiert, ich wusste aber nicht, inwieweit ich eigentlich mitwirken kann. Abgesehen davon handelt es sich hierbei um langwierige Prozesse, die in den Projekten manchmal nur aus der Entfernung sichtbar sind.
Inzwischen sehe ich vieles als eine Art Praktikum an und habe so die Möglichkeit für je 2 Wochen in verschiedene Projekte von EPDRA reinzuschnuppern. Es ist zwar manchmal nervenaufreibend, immer wieder von vorne zu starten, aber ich sehe viel mehr als andere Freiwillige, die größtenteils dauerhaft in Schulen arbeiten.
Auch außerhalb der Arbeit kann ich in diesen Themenbereichen viel ausprobieren. Der Plan, einen eigenen Komposthaufen mit einem Gerüst aus Plastikflaschen als Recyclingprojekt zu bauen, steht schon lange. Auch Comics für EPDRA zum besseren Verständnis ihres Aufgabenbereichs sowohl auf deutscher als auch auf ghanaischer Seite sind auf meiner To-do-Liste. Daher habe ich eher zu wenig Zeit als Arbeitsmangel. Ich wollte nach der Schule auf jeden Fall ein Jahr aus dem Leben mit strukturiertem und vorgegebenem Arbeitsplan raus, auch um mich selbst zu testen. Mich Situationen auszusetzen, in denen ich mir aktiv Arbeit suchen muss, war Teil des Plans, aus meiner Komfortzone herauszukommen. Jetzt merke ich, was für ein Potenzial ich habe, wenn ich frei arbeiten kann, jedenfalls wenn ich dann auch die nötige Zeit zum Umsetzen meiner Pläne finde.

Seitdem ich vor gut vier Wochen mit der Arbeit angefangen habe, war ich im Büro von EPDRA, auf Programmausflügen in Hohoe und einer Community nahe Ho und in der EPDRA Pharmacy (Apotheke). Neuerdings werde ich in der EP Church Clinic direkt auf dem Kirchengelände eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine Art medizinisches Grundversorgungscenter, in dem die Wartezeiten deutlich kürzer sind als in den umliegenden größeren Krankenhäusern. Doch dazu später mehr.

Um chronologisch zu starten, will ich zuerst die Arbeit bei EPDRA bzw. in Eyrams Büro beschreiben. Dort konnte ich erstmal ein Bücherregal sortieren und dann alle Bücher katalogisieren, die zur ‘Mobile Library’ gehören. In diesem Projekt haben vor allem Vorfreiwillige mitgewirkt, die eine der 13 Buchboxen mit in die Schule genommen haben, um in Pausen lesen zu üben. Ich bin jedenfalls immer noch damit beschäftigt, alle Bücher in die Tabellen auf meinem Laptop einzutippen, Derzeitiger Stand sind 529 Bücher in einer Excel-Tabelle.
Bevor ich diesen Auftrag beenden konnte, wurde ich jedoch schon für zwei Wochen in die Apotheke versetzt.

In der ‘EPDRA Pharmacy’ wurde ich zuerst dem Apotheker Charles vorgestellt und habe am gleichen Abend noch die Mitarbeiter Bright, Laura und Tina kennengelernt. Victoria, die für die Buchhaltung zuständig ist, habe ich erst am nächsten Tag getroffen. Mein Aufenthalt hier und in der Clinic kann man sich am ehesten wie ein Praktikum vorstellen.
Durch meine fehlende Ausbildung und größere Probleme mit (akzent behafteten) Englisch wenn es um medizinische Begriffe und Arzneimittel geht und der Fakt, dass die Handschrift von Ärzten wohl überall zwingend unleserlich sein muss, war ich ziemlich unfähig, groß auszuhelfen. Durch das dadurch erzwungene Beobachten konnte ich aber Muster und Unterschiede zu Apotheken, die ich aus Deutschland kenne, erfassen.

Ein großer Punkt ist die Bandbreite an Artikeln, die in einer Apotheke zu finden sind. Zwar habe ich auch in Deutschland schon Kosmetika und andere nicht medizinische Produkte in Apotheken gesehen, hier kommt mir das Ausmaß aber deutlich größer vor. Von Mundspülung über Kondome bis hin zu Deo und Shampoo findet man alles.

Während in Deutschland gerade in fast allen Apotheken auf Covid getestet wird, ist diese Krankheit mittlerweile gar kein Thema mehr und Tests waren in der EPDRA Pharmacy nie möglich. Dafür gehört der Malaria Test, für den Blut statt Speichel benötigt wird, zum Alltag. Die zur Behandlung nötigen Antibiotika dürfen im Anschluss von der Apotheke ohne Umwege über ärztliche Atteste verkauft werden.
Gut ein Drittel der Kunden kommt jedoch schon mit einem Rezept aus den umliegenden Krankenhäusern in die Apotheke. Häufig ging es dabei um Medikamente für Krankheiten wie Typhus und Malaria oder um einfache Erkältungen. Wie man diese Rezepte liest und welche Bedeutungen die Buchstabenkürzel darauf haben, wurde mir von Bright erklärt. Anschließend durfte ich dann manchmal die Anweisungen zur Einnahme in verständlichem Englisch auf die Medikamente schreiben. Einige  Kunden fragen auch nach spezifischen Medikamenten, worauf dann entweder die Antwort ‘Meli o’ (Haben wir nicht) kommt oder das erfragte Medikament verkauft wird. Der letzte Typ Kunde beschreibt seine Beschwerden. Ist dies der Fall, wird erstmal ein bestimmtes Medikament vorgeschlagen und wenn nötig nach einer günstigeren Alternative gesucht, die den gleichen Wirkstoff enthält.

Einen spannenden Unterschied zu meinem Umfeld und Statistiken aus Deutschland habe ich beim Verkauf von Verhütungsmitteln beobachtet. Die täglich einzunehmende Pille ist so unpopulär, dass es eine ganze Weile dauert, bis man sie unterm Tresen gefunden hat. Kondome werden eher abends ab 8 Uhr gekauft, deutlich beliebter sind jedoch die Emergency-Pillen, also die Pille danach. Diese wird regelmäßig von Männern und Frauen angefordert. In einer Unterhaltung mit meinem Mentor diskutierten wir die Stigmatisierung sexuell aktiver Frauen als möglichen Grund für die Gewohnheit von Männern, dieses Medikament für die Partnerin zu besorgen. Diese Beobachtung steht im krassen Gegensatz zu den Verhütungsmitteln, die ich aus meinem Umfeld kenne. Die Pille wird dort wegen der Nebenwirkungen immer kritischer gesehen und die Pille danach steht aus den gleichen Gründen gar nicht als Option im Raum.

Da die Angestellten und ich den Großteil der Zeit auf Kunden warteten und die Versuche, uns gegenseitig die jeweilige Muttersprache beizubringen relativ kurzweilig waren, wurde es erst richtig spannend, als in der zweiten Woche plötzlich 6 Pharmaziestudent_innen in der Apotheke saßen. Sie waren deutlich gesprächiger und neben Unterhaltungen über das Studium, Fussball und Trinkgewohnheiten war es mir auch möglich, deutlich mehr über die Wirkweise bestimmter Medikamente zu erfahren. Bei den Gesprächen über verschiedene Bakterienklassen und wie Paracetamol auf einer zellulären Ebene wirkt, merke ich aber, dass ich 1. Im Moment so viel lernen will, dass ich mir erstmal ein Botanik- Biochemie- und Physik-Lehrbuch aus Deutschland angefordert habe und 2. es manchmal sehr schwer ist, sich in der Rolle als Praktikantin wohlzufühlen. Sonntag habe ich nochmal eine Extraschicht eingelegt, weil es schwierig war, sich von den Angestellten und Sir Charles zu verabschieden. Letztlich musste ich versprechen, noch oft zu Besuch vorbeizukommen.

Nach der Apotheke habe ich letzten Montag in der Clinic gestartet. Auch hierfür plane ich nochmal einen einzelnen Blog Artikel, wenn ich meine zwei Wochen dort vollendet habe. Gleiches gilt für die Ausflüge mit EPDRA, die sich gerade erfreulicherweise häufen.

Die ersten Tage

Es ist jetzt über 2 Wochen her, dass ich Ghana gelandet bin. Was ich bis jetzt erlebt habe, ist schlecht zusammenzufassen und ich habe das Bedürfnis, jede Einzelheit aufzugreifen. Aber ich versuche, mich kurz zu halten.

Mein FSJ hat mit einem sechsstündigen Flug von Amsterdam nach Accra begonnen. Obwohl die Tage zuvor eigentlich auch schon dazu gehörten, so viele Dokumente, Pack- und Einkaufslisten für mein Auslandsjahr, wie ich ausgefüllt und abgehakt habe. Durch den ganzen Stress der vorigen Tage merke ich erst im Flugzeug, dass es jetzt wirklich losgeht und ich meine Freunde und Familie für ein ganzes langes Jahr nicht sehe.  Über Heimweh mache ich mir trotzdem weniger Gedanken, als um die Ankunft in Ghana. Die Unklarheit darüber, was mein zukünftiger Arbeitsplatz bei der Entwicklungsabteilung der Evangelical Presbyterian Church of Ghana (Evangelical Presbyterian Development and Relief Agency, kurz EPDRA) für Anforderungen und Erwartungen an mich hat, beschäftigt mich den ganzen Flug über. Dadurch überrumpelt mich die Landung in Accra, Ghanas Hauptstadt, ein bisschen. Als wir dann gut zwei Stunden auf Passkontrolle und Gepäck warten, stellt sich das Gefühl schnell ein und weicht purer Erschöpfung.

An diesem Tag geht es für meine Mitfreiwillige Antonia und mich jedoch noch bis nach Ho, der Hauptstadt der Volta Region, die östlich des namensgebenden Volta Stausees im Süden liegt. Hier befindet sich das Headquarter der Evangelical Presbyterian Church (kurz EPC), das wir ansteuern und in dessen Nähe Antonia und ich unser Jahr verbringen werden.


Am Flughafen werden wir von unserem Mentor Reverend Dela Amegbe und Eyram, meiner Vorgesetzten bei EPDRA, herzlich empfangen. Mein Gepäck und ich werden schnell in einen Bus der Kirche verfrachtet und um 23 Uhr machen wir uns auf den letzten Schritt meiner Anreise. Da in Ghana die Sonne schon um 18 Uhr untergeht, kann ich nur in den Dörfern und Städten etwas aus dem Busfenster erspähen. Jedoch döse ich durchgängig und werde nur von Baustellen und Schlaglöchern wachgerüttelt , sodass mir nur eine laute Party in einem Lokal am Straßenrand, eine Passkontrolle bei einem der häufigen Polizeikontrollpunkten direkt an den Straßen und ein paar Frauen, die Brot an anhaltende Autofahrer verkaufen, im Gedächtnis bleiben. Letztere tragen ihre Ware in großen Metallschüsseln auf dem Kopf, wobei oft ein mehrfach gefaltetes Tuch zwischen Haar und dem zu tragenden Objekt platziert wird.

In Ho angekommen werden wir im Kekeli Hotel direkt neben dem Kirchengelände untergebracht. An den folgenden Tagen wird uns sehr viel Zeit gegeben (uns kommt es manchmal als zu viel Zeit vor), uns an unsere neue Umgebung zu gewöhnen.

Mit dem Wetter habe ich eigentlich kein Problem. Es ist zwar den ganzen Tag über um die 28° warm und die Luftfeuchtigkeit ist hoch, aber man gewöhnt sich schnell an die Temperaturen. Gerade ist noch Regenzeit, die wie die deutschen Jahreszeiten durch den Klimawandel so verschoben wird, dass niemand genau sagen kann, wann sie denn jetzt vorbei seien wird. Der gelegentliche Nieselregen und seltener Platzregen beruhigen mich, teils weil ich das Prasseln aufs Dach gerne höre, teils weil es in der Trockenzeit noch heißer werden soll.

Auch an das Essen, das wir in Ho finden können tasten wir uns langsam ran. In der ersten Woche bin ich mir relativ sicher, dass ich zur Hälfte aus Reis bestehe. Abgesehen davon und sehr vielen Eiern, die mir als Vegetarier als Fleischersatz dienen, zeigt uns vor allem unser Freund Nelson Alternativen. Mit ihm probieren wir Banku, ein Gericht aus Mais, das als Kloß mit den Händen gegessen wird, und Indomie, angebratene Instantnudeln, die man an Ständen an der Straße kaufen kann. Zu beiden essen wir Peppee, eine Soße aus Chili, die ich jedoch kaum verkrafte, weil sie extrem scharf ist. Ein anderes mal kochen wir zusammen Plantain (Kochbanane) in ihrer Schale, die danach entfernt wird. Dazu gibt es Avocado, gekochtes Ei und eine scharfe Stew.

Auch unser Mentor zeigt uns ghanaisches Essen. Mit ihm probieren wir Jollofreis, den ich schon von meinem Urlaub in Ghana in 2019 kenne und liebe. Der Reis wird in Tomatensoße mit Gemüse und Chilis gekocht und hat dadurch eine orange-rote Farbe. Clement, ein weiterer Freund, der gleichzeitig auch bei der EPC arbeitet, bereitet dieses Gericht zur Einweihung in unserer Unterkunft vor. Dabei ruft er uns alle 5min dazu, damit wir lernen, wie wir es selber zubereiten können. 

Allgemein wurden wir bisher oft lecker bekocht. Von Yayra, einer ghanaischen Freiwilligen der EPC, lernen wir, wie wir Redred zubereiten. Ein weiterer Favorit von mir, da ich frittierte Plantain als mein neues comfort food gefunden hab. Dazu gibt es Bohnen mit Zwiebeln und etwas Chili angebraten in Gari, rotem Palmöl.

Zu meinen bisherigen Erlebnissen:

Ich verbringe sehr viel Zeit in der Kirche und im Kirchenchor. Beides macht mir überraschenderweise echt Spaß, da  die Gottesdienste deutlich musikalischer sind und ich es trotz fehlendem Talent mag zu singen. Darüber sehen die Chormitglieder im EPSU (Studentenorganisation der EPC) Chor großzügig hinweg. Nach einer beendeten Strophe wir mir manchmal ein aufmunterndes „You’re trying“ zugeflüstert.

Außerdem konnte ich das Yamsfestival besuchen, einer Beerdigung beiwohnen, die von meinem Mentor geleitet wurde und ein Fusballspiel zwischen Ho und einem Verein aus Accra beobachten. Zu Fussball und den Gottesdiensten wird es wahrscheinlich noch gesonderte Blogartikel geben.

Letztlich bleibt noch das Thema Arbeit:
Nach einer Woche Eingewöhnung durfte ich starten. Derzeit gibt es noch wenig für mich zu tun und ich verbringe viel Zeit damit, auf Mitarbeiter_innen zu warten, die mich mitnehmen, um Projekte von EPDRA zu besuchen. Ich soll zwischen verschiedenen Aufgaben rotiert werden. Der erste Plan ist, mich für einige Zeit in die Apotheke, die von EPDRA gefördert wird, eintauchen zu lassen. Auch ein Trip zu etwas weiter entfernten Projekten, zum Beispiel in Hohoe, ist geplant.

Eventuell werde ich auch in einer Schule arbeiten, auch wenn ich diese Beschäftigung für Freiwillige ohne weitere Ausbildung eher kritisch sehe.

Diese andauernde Unsicherheit was die Arbeit betrifft, verhindert, dass ich mich gerade komplett wohl fühlen kann. Im Privatleben geht es mir Dank den neuen Freunden, die ich bereits gefunden hab, dem Sport und den zahlreichen Skippo-Runden mit meiner Mitfreiwilligen und nicht zuletzt dem gemeinsamen Kochen ganz gut. Zwar fehlt mir mein Motorrad und Fussball (ich darf verletzungsbedingt noch nicht in einem hiesigen Team spielen), aber dafür schmiede ich schon Pläne…