Unser letzter Tag in Ho

Heute hatten wir unseren letzten gemeinsamen Tag in Ho. Nach einem reichhaltigen Frühstück habe wir gemeinsam eine Morgenandacht zusammen mit den Mitarbeitern im EP Church Büro und anderen Besuchern aus den USA und Kanada gefeiert. In dieser hat Andreas uns die Goldene Regel („Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“) als möglichen Weg zum guten Leben vorgestellt. Anschließend hat Saskia nochmal anhand eines Fotos ihre Sichtweise auf ein gutes Leben vorgestellt. In der Andacht haben wir (=die ghanaischen und deutschen Studierenden) dann noch zusammen ein Lied auf Ewe und ein Lied auf Deutsch vorgesungen.

Danach haben wir in 3 Gruppen unsere Ideen zum guten Leben kreativ umgesetzt. Wir haben jeweils aus Materialien wie z. B. Blättern, Blumen, Flasche, Pappe, … eine Gemeinschaft gebaut, in der man unsere Ansicht nach ein gutes Leben führen kann. Eine Gruppe hat einen Ort erdacht, an dem sich junge und alte Menschen gemeinsam um einen zentralen “Baum” versammeln können. In einer anderen Gruppe wurde ein Dorf entwickelt, dass darauf ausgelegt ist, Gemeinschaft zu fördern. So sind die Wohneinheiten um einen Zentralen Platz angelegt und Dinge wie Autos, Werkzeuge und die Küche werden gemeinsam genutzt. Die dritte Gruppe hat eine Gemeinschaft erdacht, in der es verschieden Bereiche für verschiedene Bedürfnisse gibt. So gibt es zum Beispiel einen Bereich für Menschen die das städtische Leben lieben sowie einen eher ländlichen Bereich.

Nach dem, wie immer sehr leckeren, Mittagessen haben wir eine kleine Rundfahrt durch und um Ho herum mit dem Tro-Tro (kleiner Bus) gemacht. Zuerst sind wir in die Berge gefahren und haben von den Terrassen zweier sehr teurer Restaurant bzw. Hotels den schönen Ausblick über die Volta Region genossen. Wir haben uns zuerst gewundert, dass wir als nicht zahlende Kunden einfach so die Terrassen benutzen durften. Die Ghanaer meinten jedoch, dass in Ghana die schöne Natur allen gehört und wir somit selbstverständlich den Ausblick gratis genießen dürfen.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch kurz an einem Kiosk und einem Supermarkt angehalten und uns mit Mangos, Papayas und Bananen-Chips eingedeckt. Danach ging es wieder zu den Schneiderinnen, wo wir am Anfang unserer Zeit in Ho einige Kleider und Hemden in Auftrag gegeben hatten. Zurück sind wir dann wieder laut singend mit dem Tro-Tro gefahren.

Anschließend haben wir dann nach Nationalitäten getrennt die Punkte gesammelt, die während der Konsultation als wichtig für das guten Leben genannt wurden. Dabei haben wir zwischen den Punkten unterschieden, in denen wir uns größtenteils einig waren und den Punkten, bei denen wir unterschiedlicher Meinung waren. Anschließend haben wir uns unsere Ergebnisse gegenseitig vorgestellt.

Da die Ergebnisse jetzt an dieser Stelle den Rahmen sprengen würden, wollen wir gemeinsam in den nächsten Woche eine knappe Dokumentation der Gemeinsamkeiten und Unterschiede schreiben.

Abends ist dann ein Teil der Gruppe nochmal zu den Schneiderinnen um einige Kleidungsstücke abzuholen, die Nachmittags noch nicht fertig waren oder geändert werden mussten. Gemeinsam haben wir dann unseren letzten Abend in Ho mit Moskitospray, Mango, Papaya und Getränken ausklingen lassen.

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